Ein guter Fachartikel ist kein Blogpost – und warum das wichtig ist
Viele Unternehmensblogs scheitern nicht an der Kompetenz, sondern an der Form. Sie informieren, aber sie erklären nicht. Sie berichten, aber sie führen nicht durch ein Thema. Genau hier liegt der Unterschied zwischen einem Blogpost und einem echten Fachartikel.
Studien der Nielsen Norman Group zeigen, dass Besucher Webseiten oft nach 10–20 Sekunden wieder verlassen, wenn sie keinen klaren Nutzen erkennen. Blogposts verlieren in diesem Zeitfenster häufig, weil sie zu spät sagen, warum ein Thema relevant ist. Fachartikel funktionieren anders: Sie beginnen mit einer Fragestellung oder einem Problem – und machen sofort deutlich, was der Leser daraus mitnimmt.
Was einen Fachartikel auszeichnet
Ein Fachartikel ist kein schneller Gedanke, sondern ein strukturierter Beitrag. Er folgt einer klaren Logik:
- eine nachvollziehbare These oder Fragestellung
- eine saubere Argumentationslinie
- konkrete Beispiele, Daten oder Erfahrungen
- eine hergeleitete Schlussfolgerung
Google selbst beschreibt in seinen „Helpful Content“-Leitlinien genau diese Kriterien: Inhalte sollen hilfreich, belastbar und von erkennbarer Expertise getragen sein. Texte ohne Substanz, Belege oder klare Perspektive verlieren – nicht nur beim Ranking, sondern auch beim Leser.
Warum Fachartikel nachhaltiger wirken
Ein weiterer Unterschied: Fachartikel sind wiederverwendbar. Ein gut gemachter Kerntext lässt sich für verschiedene Kanäle adaptieren – Website, LinkedIn, Pressearbeit. Das Content Marketing Institute spricht hier von Thought Leadership als Asset, nicht als Einmalaktion. Ein Blogpost verpufft, ein Fachartikel baut Vertrauen auf.
Das Fazit ist nüchtern: Blogposts können informieren. Fachartikel erklären. Und wer komplexe Leistungen verständlich vermitteln will, braucht genau diese Tiefe.
Quellen:
Nielsen Norman Group – How Long Do Users Stay on Web Pages
Google Search Guidelines – Helpful Content & E-E-A-T
Content Marketing Institute – Thought Leadership as an Asset